für schlappe Arme

Gestern waren wir mit ein paar Kollegen aus der Abteilung in einem Kletterwald. Das letzte Mal auf Bäume geklettert bin ich als Kind. Seit dem war meine größte Kletterherausforderung eine Kinderspielhalle in Bochum. Gestern ging es da wesentlich höher hinaus.

Die Parcours sind nach Schwierigkeitsgrad aufgebaut, so dass wir zum Warmwerden erstmal quasi auf Bodenhöhe angefangen haben. Da lernt man dann den Umgang mit den Sicherungshaken und bekommt ein Gefühl für die Techniken. Anschließend ging es dann auf einen Fitnessparcours, bei dem es dann auch schon etwas höher ging und auch die Übungen schon etwas schweißtreibend waren.

Aber wie sagen die Kinder dazu: „War doch Kiki!“

Eben. Also rauf auf einen Abenteuerparcours. Laut Webseite „Für Erlebnishungrige, die ihre Geschicklichkeit und ihren Sportsgeist testen möchten“. 15 Elemente auf einer Höhe von bis zu 12 Metern über dem Waldboden. Holla, da kam ich wirklich ins Schwitzen. Die Höhe selbst war nicht mal schlimm, die habe ich kaum registriert. Aber die Übungen waren nicht ohne. Da merkt man schon, dass man da was gemacht hat. Bei einer Übung habe ich auch glatt den Halt verloren und bin gestürzt. Also in meinen Sicherungsgurt. Man weiß ja, dass nichts passieren kann, aber dennoch scheut man davor sich fallen zu lassen. Außerdem kostet es schon noch einiges an Anstrengung wieder sicheren Halt zu bekommen. Aber ich habe natürlich durchgehalten.

Und wir sind ja alles Männer, also ging es danach auch noch auf den Risikoparcours:

Und wem das immer noch nicht ausreicht, für dengibt es im schwierigsten, dem Risiko-Parcours, in bis zu 16 m Höhe viele Hindernisse zu überwinden. Die 14 Elemente verlangen einiges an Konzentration und körperlicher Anstrengung ab – Spaß und Spannung inklusive.

Ein Highlight der Abschluss des Risiko-Parcours, der Base Jump, aus 11 m Höhe im Sprung dem Waldboden entgegen, das muss man erlebt haben.

Wow! Das ist mal ein Erlebnis. Schon nach der 3 Übung war ich eigentlich platt. Wenn man nicht so die Technik hat, macht man es mit der Kraft. Und die hat halt irgendwann mal ein Ende. Zum Glück gab es für mich eine kleine Zwangspause, da vor mir jemand wirklich einfach keine Kraft mehr hatte und „gerettet“ werden musste. Das ist dann ganz schön frustrierend, wenn einer vom Personal mal eben durch die Übungen huscht und nicht mal ins Schwitzen kommt. Da sieht man mal, was die richtige Technik ausmachen kann. Nach der Rettungsaktion hat der freundliche Helfer noch abgewartet, ob ich die Übung meistere und um zu fragen, ob ich noch fit wäre.

„Na klar!“

Schwitz….

Immerhin hat er mir dann gleich noch einige Tipps gegeben, wie ich denn die nächste Übung meistern könne. Mit der richtigen Technik zwar noch immer anstrengend, aber man konnte es dann schaffen. Mittlerweile waren dann meine Kollegen bereits so weit weg, dass ich sie in den Wipfeln nicht mehr finden konnte und vor mir nur noch Seile und Bäume. Teil des Parcours war dann noch eine sehr lange Seilbahn, an der man sich schön hängen lassen kann und durch die Bäume saust. Ich hatte allerdings etwas Angst zu schnell zu werden und habe mich selbst gebremst. Schwerer Fehler! So 8 Meter vor dem Ende der Seilbahn blieb ich dann stehen und musste mich die letzten Meter selbst hochziehen. Ja, hoch! Schließlich hätte man da ja gebremst werden sollen.

Völlig am Ende habe ich es dann geschafft und musste nur noch mit einem Skateboard(!!!) ein paar Meter zwischen zwei Bäumen hergleiten und dann kam das große Finale:

Der so genannte Base-Jump aus 11 Metern Höhe. Man hängt seinen Sicherheitsgurt in einen Haken und verlässt dann einfach die Sichere Plattform. Unter einem nur der Waldbogen Waldboden und die netten Kollegen. Ja, man weiß durchaus, dass man beim Absprung automatisch sicher gebremst herabgelassen wird. Ja, da kann gar nichts passieren.

Trotzdem sind das 11 Meter!

Wer sich an seinen ersten Sprung vom 10m Turm im Freibad erinnert, der kann sich ungefähr vorstellen, wie dass so ist. Mit dem Unterschied, dass da unten nun mal kein relativ weiches Wasser ist. 3-2-1 hep!

Ich bin unten angekommen. Nahezu unverletzt. Lediglich ein paar kleine Schrammen und blaue Flecke habe ich davon getragen. Heute, einen Tag später, kann ich sogar bestätigen, dass sich der Muskelkater in Grenzen hält.

Der Ausflug zu dem Kletterwald war wirklich eine sehr gute Idee. Gekostet haben mich die 2 Stunden Klettervergnügen 14€, was ich durchaus akzeptabel finde, da man die Ausrüstung gestellt bekommt und überall auch Aufsichtspersonal vor Ort war, die Tipps gaben und auch Rettungsaktionen durchgeführt haben. War für mich bestimmt nicht der letzte Besuch in einem Kletterwald.

3 Gedanken zu „für schlappe Arme

  1. markus Beitragsautor

    Ok, Muskelkater ist angekommen. Wusste gar nicht, dass ich so viele Muskeln im Bauch habe!

  2. oern

    Hört sich richtig spannend an!
    Aber was ist ein „Waldbogen“???

    Wie weit musstet ihr fahren?

  3. markus Beitragsautor

    Ok, geändert…
    Ist in Viersen, von zuhause ca 70km. Gibt es aber auch noch woanders.

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