Archives for Juli, 2008

viel Platz in der 1. Klasse

Disclaimer: Ich sitze gerade in einem ICE, der wegen eines Zugausfalls freigegeben wurde.

Liebe deutsche Bahn, lieber VRR,

Als Berufspendler bin ich regelmäßiger Nutzer der von Euch angebotenen Fahrzeuge.
Nach reiflicher Überlegung bin ich dazu übergegangen, Euch noch mehr Geld zu zahlen, um in den Luxus eines 1. Klasse Sitzplatzes zu kommen.
Ich weiß ja, dass ich damit keine Garantie auf einen Sitzplatz erworben habe, aber so hin und wieder würde ich schon ganz gerne davon profitieren.

Das dies wirklich schwer ist, möchte ich an den vergangenen Tagen darstellen:
Hintergrund: Ich fahre Mo-Fr jeweils mit dem Regional Express von Bochum nach Düsseldorf und wieder zurück.
Meine typische Fahrtzeiten sind morgens 6:56Uhr und nachmittags 17:54Uhr ( jeweils +- 1 Stunde ).
Mittlerweile weiß ich schon, in welchem Abschitt die erste Klasse Wagen zu erwarten sind und halt mich dementsprechend auf.

Nun ist es in den letzten Tagen wiederhlolt dazu gekommen, dass
- ein kompletter 1.Klasse Wagon abgesperrt mitgezogen wurde
- lediglich ein kleiner Abschnitt eines Wagons ( grob geschätze 10 Plätze ) als 1. Klasse ausgewiesen sind.

Wir befinden uns zur Zeit in den Schulferien, so dass etwas weniger Fahrgäste zu erwarten sind als sonst. Dennoch reichen die kapazitäten der
eingesetzten Regionalexpresse ( Doppelstockwagen ) nicht aus. Weder für die 1. Klasse, noch für die 2. Klasse. In einigen Kreisen der regelmäßigen Pendler hat sich
die Redewendung “Das leben in vollen Zügen genießen” durchgesetzt. Ihr als öffentlicher Nahverkehr habt einen großen Einfluss auf die Arbeitskräfte der Berufspendler.

Vergleichen wir mal folgende beiden Möglichkeiten meines Arbeitstages:
A.) Ich steige in Bochum in den Regionalexpress, setze mich auf meinen geräumigen ( da 1.Klasse ) Platz und fahre entspannt zur Arbeit.
Unterwegs erledige ich noch einiges an liegen gebliebener Arbeit an meinem Laptop.

B.) Ich drängel mich in Bochum in einen bereits überfüllten Wagen, muss aber vorher noch einen kleinen Zwischensprint einlegen, da der letzte Wagen ( 1. Klasse ) heute wieder gesperrt ist.
Die kommenden 45 Minuten stehe ich zwischen schwitzenden, schlecht gelaunten Personen. Oft näher aneinander gedrängt, als es meinem persönlichen Wohlempfinden entsprechen würde

An welchem der beiden Arbeitstage bin ich wohl produktiver?

Mir ist bewusst, dass Ihr auch Geld bekommt, wenn die Fahrgäste stehen. Auch der preisliche Vorsprung gegenüber der aktuellen Spritpreise ist mir durchaus bewusst.
Aber was spricht denn gegen ein wenig Imagepflege? Meine Kollegen bekommen von mir direkt mit, wie ich mich in der Bahn gefühlt habe. Aktuell könnte ich sie schwer überzeugen auf das Auto zu verzichten. Da zieht selbst die Klimaproblematik nicht mehr.

Mein Vorschlag zur Güte:
Setzt doch mal die Entscheider eine Woche lang zu den Stoßzeiten in diese Züge. Aber nicht von der Endhaltestelle aus, sondern so mittendrin, wenn die Züge bereits überfüllt sind und die Klimaanlagen versagt haben. Gerne engagiere ich für diesen Zeitraum noch eine Schulklasse im pubertären Alter inkl. Handies und MP3 Playern. Für die ungeduschten, schwitzenden, übergewichtigen Mitfahrer muss man sich keine Sorge machen, die sind jeden Morgen dabei.

Morgen früh werde ich wieder 42,40 € für einen Monat 1. Klasse zusätzlich investieren ( nehme ich nicht als Abo! ). Ich würde mich freuen, kurzfristig über eine Besserung berichten zu können.

Mit freundlichen – wenn auch genervten – Grüssen,

Markus Klöschen

Weitere genervte, aber auch zufriedenen, Berufspendler dürfen sich gerne in den Kommentaren äußern.

07/31/2008 | arbeit | No Comments

die dunkle Seite der Macht

8 Jahre lang habe ich jetzt bei einem Lieferanten/Dienstleister gearbeitet. Mit Ausbildung sind es sogar 11 Jahre. Anfang diesen Monats habe ich den Schritt gewagt und bin nun auf der anderen Seite beschäftigt. Viele bei meinem alten Arbeitgeber nennen es ja die dunkle Seite der Macht, aber das kann man so nicht stehen lassen. Mittlerweile sind fast 2 Wochen vergangen und so langsam bekomme ich immer mehr mit.

Es ist total interessant, mal die andere Seite kennen zu lernen. Wie ähnlich oder halt auch unterschiedlich einige Abläufe sind. Welche Themen eine ganz andere Relevanz haben. Ich finde das richtig spannend. Schade nur, dass ich auf beiden Seiten nichts weiter sagen darf. Man verpflichtet sich ja nicht zu unrecht auf Verschwiegenheit.

Aber ich verstehe jetzt einige Entscheidungen meines ehemaligen Kunden recht gut. Verstehe die Gründe für Ärger, Lob und Tadel. Mittlerweile habe ich auch ein paar Infos über andere Lieferanten, die halt früher meine Konkurrenten waren.

Zum Glück habe ich in meiner neuen Aufgabe sehr wahrscheinlich nichts mehr mit meinen ehemaligen Kollegen zu tun. Sonst wüsste ich nicht, mich in verschiedenen Situationen zu verhalten. Man kann noch so objektiv sein wollen, wie man will. Hinterher ist eh alles subjektiv. Wichtig ist mir nur, dass der Kontakt nicht abbricht, denn das alte Team war schon ein Knaller. Ob es sich jetzt auch wieder so darstellen wird, kann ich noch nicht abschätzen. Zumindest die der Kollege in meinem Büro ist super.

Für mich stellt es sich jedenfalls bisher nicht als dunkle Seite der Macht dar, aber die andere Seite ist ja auch nicht nur hell ;)

07/10/2008 | arbeit, handy, Kommunikation | No Comments

die Servicewüste Deutschland

Heute muss ich mal ganz kurz jemanden loben. Bei meinem neuen Arbeitgeber habe ich die Möglichkeit ein Firmenticket zu bekommen. Die Konditionen sind auf Grund der Größe der Company wirklich gut. Allerdings stehe ich ja noch in einem festen Abo bei der BoGeStra ( Bochum Gelsenkirchener Strassenbahnen… ).

Nach einer kurzen eMail Anfrage konnte ich mein Abo bei der BoGeStra auf dem kurzen Dienstweg kündigen und bekomme ab kommenden Monat ein Firmenticket. Hier kam mir natürlich die neue Preisstufenstaffelung entgegen, durch die man wohl ein Sonderkündigungsrecht haben dürfte. Allerdings war die gesamte Kommunikation so einfach und nett, dass man hier mal den Kundenservice der BoGeStra loben muss.

07/09/2008 | arbeit, Bochum, Geld | 2 Comments

die richtigen Socken im Schrank

Ich sitze gerade im Zug und muss mich mal wieder zum Thema Mode auslassen. Ich weise strikt von mir, dass ich ein besonders modebewusster Mann bin, aber das geht ja mal gar nicht.

Da sitzt ein Mann mit mir zusammen im Regionalexpress, der anscheinend beruflich gezwungen ist Hemd und Krawatte zu tragen. Ist ja nicht verwerflich. Schwarze Hose, schwarze Schuhe, kein Problem. Die Krawatte ist wohl eher grenzwertig, entdecke ich doch Teile des Periodensystems auf ihr. Aber evtl. ist er ja Chemiker oder so.

Würde auf jeden Fall die Socken erklären. Mausgraue Sportsocken!

Bitte! 5 paar schwarze Socken ( reichen für eine Woche ) gibt es für ca. 5 € in jedem 2. Laden und das sollte doch wirklich zur Modegrundausbildung gehören, oder nicht?

Ist ungefähr das selbe, wie FlipFlops mit Socken ;)

07/08/2008 | arbeit, Erziehung, Mode | 1 Comment

unversucht lassen

Heute bin ich durch puren Zufall auf ein Gewinnspiel hingewiesen worden, bei dem ich mich förmlich gezwungen fühle mitzumachen. Die Idee ist recht einfach. Eva möchte gerne mehr Links zu Ihrem Gutschein Blog haben. ( Hiermit Teil 1 erledigt ).
Um beim Apple Gewinnspiel für Blogger zu gewinnen, muss man noch darüber bloggen und verlinken ( auch geschehen ) und am Besten noch einen Gutschein wie z.B. den Subway Gutschein verlinken ( auch erledigt ).

Dann informieren wir Eva noch kurz darüber und schon gewinnen wir mit etwas Glück tolle Apple Hardware.

So, und bald blogge ich auch mal wieder was ordentlicheres ;)

07/04/2008 | Blog, Mac | No Comments

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